Jugendschutznovelle gegen tabakfreies Rauchen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nutzt das „Rauchritual“ und den „Gateway-Effekt“ um dem „elektrischen Rauchen“ Einhalt zu gebieten. Hierzu soll das Jugendschutzgesetz (JuSchG) geändert werden, so eine Pressemitteilung. Der Gateway-Effekt ist hier, ebenso wie bei Cannabis, umstritten. Eine aktuelle Studie aus Frankreich an 13.000 Gymnasiasten zeigt viererlei: 1. das Rauchen insgesamt geht langsam, aber permanent zurück; 2. der Konsum der elektrischen Zigarette nimmt leicht, aber auch hier permanent, zu; 3. der Anteil derer, die nur Tabak rauchen, geht deutlich zurück; 4. und der Anteil derer, die beides konsumieren, steigt langsam. Die Novelle greift damit in einen Prozess ein, in dem das Rauchen stark zurückgeht. Und la cigarette électronique ist kein wirklicher Ersatz, schon gar keine „Einstiegsdroge.“ Der Gateway-Effekt ist damit, wenn nicht widerlegt, so doch stark umstritten.

Und zum Rauchritual könnte man sagen, dass der Konsum der e-Zigarette ja gerade vom Tabakkonsum wegführen soll. An sich ist es ein Mittel der Suchtbekämpfung. Merkwürdig, dass das nun zumindest für Kinder und Jugendliche verboten werden soll. Letztendlich setzt der Gesetzgeber gleiche Maßstäbe dort an, wo ein ungleicher Sachverhalt vorliegt.

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