Freiheit des Web vs. Kommerz – Adblock Plus

Adblock Plus ist eines der erfolgreichsten Open source Plugins für Firefox, Chrome u.a.. Keine Werbung, keine pop ups, kein Tracking, keine Malware, keine Social Media Buttons usw.. Allen gefällt dieses Programm nicht: Zeit Online und Handelsblatt haben nun versucht, die Software vom LG Hamburg – 416 HKO 159/14 – untersagen zu lassen. Erfolglos (Urteilsbegründung liegt noch nicht vor). Hintergrund: wie im Printsektor auch gehöre Werbung zum Gesamtbild und müsse daher präsent sein. Vordergrund: das Acceptable Ads-Programm. Danach müssen Unternehmen für die Aufnahme in die Whitelist teilweise bezahlen. Dies gilt vor allem für Google, MS, Amazon und United Internet. Nach Auskunft der Entwicklerfirma Eyeo ist das bei 90% der Unternehmen aber nicht der Fall. Diese kommen auf die Liste, sofern sie die Acceptable-Guidelines erfüllen. Die Kammer jedenfalls konnte keinen Wettbewerbsverstoß erkennen. Warum auch? Seit wann gibt es einen Anspruch auf werbegespickte Websites? Und unternehmerische Freiheit steht natürlich nur den Klägern zu … .

<Update1> Den Volltext des Urteils findet man nun hier.

<Update2> Die Konsequenz des Axel-Springer Verlags aus einem Urteil gegen die Fa. Eyeo sieht so aus. Springer hält Adblocker für rechtswidrig, unterlag aber im Rechtsstreit.

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