XING-Kontaktliste und Arbeitgeberwechsel

Wechselt ein Mitarbeiter den Arbeitgeber, lässt er seine Kontakte über XING meist stehen. Das störte einen  Arbeitgeber. Per einstweiliger Verfügung sollte dem ehemaligen Mitarbeiter untersagt werden, seine Kontaktliste „mitzunehmen“. Begründung: die Kontakte deckten sich mit seinen Kunden und seien somit wie Geschäftsgeheimnisse zu behandeln. Das lehnte das Arbeitsgericht Hamburg (29 Ga 2/13) nun ab: zwar könnten die Kontakte/Kundendaten Geschäftsgeheimnisse sein; der Arbeitgeber habe jedoch nicht glaubhaft gemacht, dass die Kontakte im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit entstanden sind. Dann stellt das Gericht eine recht hohe Hürde auf: sowohl der Arbeitnehmer, als auch die besagten Kontakpersonen hätten im Rahmen ihres Arbeitsvertrags und für ihren jeweiligen Arbeitgeber handeln müssen. Hierzu habe der Arbeitgeber notfalls Aufklärung zu betreiben, damit er seiner Beweislast genügen könne. Erfolgversprechend klingt das nicht.

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